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Die Trierer Landesausstellung über Konstantin den Großen ist ein kulturelles Mega-Event. Der Katalog soll nicht weniger glanzvoll sein als die Ausstellung.
Die typografische Kunst schlummert im Detail: die zweisprachigen Kolumnentitel, die arabisch-lateinische Seitenzählung, die lateinische Übersetzung der Kapitelüberschriften, die großzügigen monochromen Kapiteltrennseiten und die dem Logo der Ausstellung entsprechende Verschränkung von deutschem und lateinischem Kapitelnamen.
Das klingt detailverliebt. Aber so ist sie nun mal, die Typografie … und markiert damit den Unterschied zwischen guter und sonstiger Gestaltung.
Das Megakulturevent in Trier, die Landesausstellung zu Konstantin dem Großen, ausgerichtet in drei verschiedenen Museen, braucht ein Gesicht. Die Ausstellungsgesellschaft richtet einen Wettbewerb aus.
Wir setzen uns mit unserem Entwurf gegen zwanzig Agenturen durch. Mit einem Konstantin-Kopf mit Popstar-Nimbus und mit einer Wortmarke, die typografisch Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt.
Der Konstantin-Nimbus steht nicht nur für die Verehrung Konstantins als Heiliger, sondern auch für eine Himmelserscheinung, die Konstantin am Vorabend der Schlacht an der Milvischen Brücke wahrgenommen und als Siegeszeichen gedeutet hatte.
Die Konstantin-Ausstellungsgesellschaft soll das Wissen über Konstantin den Großen unters Volk bringen. Unser Vorschlag für die Gestaltung der Weihnachtskarte: Die Gesellschaft könnte auf der Karte den konstantinischen Ursprung des Weihnachtsfestes vertiefen. Die Ausstellungsgesellschaft lässt recherchieren, in welchem Kalender das Weihnachtsfest die erste Erwähnung fand … und wir schreiben daraufhin den Text (und gestalten die Karte).
DIESSEITS formt Identitäten, gestaltet Medien und schreibt Texte. Für Kultur, Wirtschaft und Organisationen. DIESSEITS gießt Ideen zu Formen, bannt Atmosphären in Farben, nutzt die Kraft der Bilder und die Wucht der Worte. DIESSEITS? Nicht abseits.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Wissmannstraße 15
40219 Düsseldorf
kontakt@diesseits.com
+49 (0)211 . 137 27.90 T .91 F
Kommunikationsdesignerin
Professorin (stv.) für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste, Essen
Philosophie, Germanistik, Sprachwissenschaft
Texter und Berater
Design entsteht nicht im Handumdrehen, aus dem Bauch heraus oder durch Zufall, sondern durch intensives Kennenlernen des Kunden und tiefgehendes Verständnis der gestellten Aufgabe, durch wiederholtes Ent- und Verwerfen und durch systematisches Ausarbeiten und Anwenden.
Wir verlangen von unseren Entwürfen, dass Sie über alle Umsetzungen hinweg eine Idee transportieren. Die Form ist für uns das Mittel, der Ausdruck hingegen der Zweck unserer Arbeit.
Wir arbeiten konzeptionell. Das, was wir tun, können wir begründen.
Worte und Texte scheinen allein dazu zu dienen, Inhalte zu vermitteln. Doch sie sind immer auch und manchmal sogar alleiniges Ausdrucksmittel. Wir verwenden sie als Gestaltungselemente, gleichberechtigt neben Grafik, Fotografie, Film, Illustration …
Texten heißt etwas verständlich zu machen, auf den Punkt zu bringen, Geschichten zu erzählen, zu verblüffen, zu unterhalten, vor allem aber die Menschen mitzunehmen.
Die Menschen beurteilen selbst Gegenstände oder abstrakte Dinge nach menschlichen Kriterien. Deshalb kann man bei Organisationen von einer Persönlichkeit sprechen, mit der sich Menschen identifizieren oder anfreunden können.
Corporate Design ist medialer Ausdruck der Persönlichkeit einer Organisation. Es orientiert sich an dem Wollen und Können, den Werten und Ideen der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten.
Corporate Design ist auslegungsoffen. Wer mit einer Organisation bestimmte Erfahrungen gemacht hat, wird sie und ihre Artefakte im Lichte dieser Erfahrungen sehen. Corporate Design ist eine Projektionsfläche für die Vorstellungen, die sich die Menschen von einer Organisation machen.
Corporate Design ist immer total: Alle gestaltbaren visuellen Elemente einer Organisation – vom Logo bis zur Architektur – müssen zueinander passen. Aber Corporate Design in jeder Situation und bis ins hinterletzte Detail zu befolgen, kann des Guten zu viel sein. Auch wir legen uns nicht im Businessanzug schlafen.
Ein Logo allein ist wirkungslos wie der Geist in der Flasche. Wer ihn herauslassen will, muss das Corporate Design durch kongeniale gestalterische Umsetzungen zur Entfaltung bringen.
Corporate Design ist Corporate Expression. Es geht darum, eine spezifische Ausdrucksweise zu entwickeln. Sie beginnt in der Praxis häufig mit typografischen Werken, aber Ausdrucksdimensionen wie Sprache, Architektur oder Klang gehören auch dazu.
Weil sich Organisationen, Technologien und Wahrnehmungsgewohnheiten ändern können, sind nicht alle Anwendungsfälle vorhersehbar. Deshalb muss ein Corporate Design dynamisch sein. Ein dynamisches Corporate Design besteht zwar aus einem unveränderlichem Gestaltungsprinzip und den dazugehörigen Basiselementen, ist aber in seinen Umsetzungen variabel.
Ein Corporate-Design-Manual ist das grafische Manifest eines guten Gedankens, niemals aber ein Vorlagenbuch für gute Gestaltung. Gestalten können nur Menschen, nicht aber Manuals.
Ein Corporate Design ist eine Partitur. Damit sie zu Musik wird, muss das Management sie orchestrieren: mit gedruckten oder digitalen Medien oder mit gestalteten Räumen.
Wie erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt wird, hängt nicht nur von der Güte des Corporate Designs, sondern auch vom Stellenwert ab, den ihm das Management und die Mitarbeiter zubilligen.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Christian Quinders,
Anke von Bremen
Christian Quinders
Norbert Herwig
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