Da Sie Javascript deaktiviert haben ist die Funktionalität dieser Seite eingeschränkt. Bitte aktivieren Sie Javascipt.
Die Landesausstellung über König „Lustik” Jerôme Bonaparte ist vorbei. Die Museumslandschaft Hessen Kassel fasst das Erlebte in einer Bilanzbroschüre zusammen. Die Broschüre soll den Glanz der Ausstellung widerspiegeln. Für uns heißt das, ein letzten Mal den CD-Baukasten auszupacken und zu entwerfen.
Den Titel überkleben wir mit dem Etikett „Bilanz” und reaktivieren damit eine der zentralen Ideen des Corporate Designs. Auf den Innenseiten formen wir aus einer Vielzahl an fotografischen Schnappschüssen ein lebendiges Bild des vergangenen kulturellen Großereignisses.
Die Mitarbeiter der Museumslandschaft scherzen, die Bilanzbroschüre sei auch eine Brillanzbroschüre. Den Scherz hören wir gern.
Jérôme Bonaparte, kleiner Bruder Napoleons, König von Westphalen, Herrscher über die erste konstitutionelle Monarchie in Deutschland. Aber auch Lebemann, Ästhet und Frauenverführer. Sein Spitzname im Volk und in zahlreichen Karikaturen: „König Lustik“. Die Ausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel zeigt beide Seiten Jérômes.
Um sie auch auf dem Plakat zu zeigen, duplizieren wir sein Porträt. Eines lassen wir unangerührt, das andere – auf dem Kopf stehende – verzieren wir mit einem leuchtend roten Kussmund oder mit einem roten Krönchen. Seinen offiziellen Titel „König von Westphalen“ überkleben wir mit „König Lustik“ und geben damit Volkes Stimme einen Platz. Die Kasseler Bürger mögen das Motiv. Ein Beweis gefällig? Die Bäcker in Kassel schmücken ihre Baguettes mit einer „Lustik!?“-Banderole. Während der Aktion gehen 90 Prozent mehr Baguettes über die Theke.
Jérôme Bonaparte, König von Westphalen, war Herrscher und Verschwender. Die Legende sagt, er habe seine Eskapaden mit dem Satz „Heute wieder lustique” kommentiert. Seinen Untertanen galt er deshalb als „König Lustik”.
Die Steilvorlage nehmen wir an: Für die Merchandising-Produkte zur Ausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel spielen wir mit der harten Auslautung auf „k”. Museumsmitarbeiter entdecken das T-Shirt „gnädik” sogar in der Pariser Metro. Finden wir riesik.
DIESSEITS formt Identitäten, gestaltet Medien und schreibt Texte. Für Kultur, Wirtschaft und Organisationen. DIESSEITS gießt Ideen zu Formen, bannt Atmosphären in Farben, nutzt die Kraft der Bilder und die Wucht der Worte. DIESSEITS? Nicht abseits.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Wissmannstraße 15
40219 Düsseldorf
kontakt@diesseits.com
+49 (0)211 . 137 27.90 T .91 F
Kommunikationsdesignerin
Professorin (stv.) für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste, Essen
Philosophie, Germanistik, Sprachwissenschaft
Texter und Berater
Design entsteht nicht im Handumdrehen, aus dem Bauch heraus oder durch Zufall, sondern durch intensives Kennenlernen des Kunden und tiefgehendes Verständnis der gestellten Aufgabe, durch wiederholtes Ent- und Verwerfen und durch systematisches Ausarbeiten und Anwenden.
Wir verlangen von unseren Entwürfen, dass Sie über alle Umsetzungen hinweg eine Idee transportieren. Die Form ist für uns das Mittel, der Ausdruck hingegen der Zweck unserer Arbeit.
Wir arbeiten konzeptionell. Das, was wir tun, können wir begründen.
Worte und Texte scheinen allein dazu zu dienen, Inhalte zu vermitteln. Doch sie sind immer auch und manchmal sogar alleiniges Ausdrucksmittel. Wir verwenden sie als Gestaltungselemente, gleichberechtigt neben Grafik, Fotografie, Film, Illustration …
Texten heißt etwas verständlich zu machen, auf den Punkt zu bringen, Geschichten zu erzählen, zu verblüffen, zu unterhalten, vor allem aber die Menschen mitzunehmen.
Die Menschen beurteilen selbst Gegenstände oder abstrakte Dinge nach menschlichen Kriterien. Deshalb kann man bei Organisationen von einer Persönlichkeit sprechen, mit der sich Menschen identifizieren oder anfreunden können.
Corporate Design ist medialer Ausdruck der Persönlichkeit einer Organisation. Es orientiert sich an dem Wollen und Können, den Werten und Ideen der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten.
Corporate Design ist auslegungsoffen. Wer mit einer Organisation bestimmte Erfahrungen gemacht hat, wird sie und ihre Artefakte im Lichte dieser Erfahrungen sehen. Corporate Design ist eine Projektionsfläche für die Vorstellungen, die sich die Menschen von einer Organisation machen.
Corporate Design ist immer total: Alle gestaltbaren visuellen Elemente einer Organisation – vom Logo bis zur Architektur – müssen zueinander passen. Aber Corporate Design in jeder Situation und bis ins hinterletzte Detail zu befolgen, kann des Guten zu viel sein. Auch wir legen uns nicht im Businessanzug schlafen.
Ein Logo allein ist wirkungslos wie der Geist in der Flasche. Wer ihn herauslassen will, muss das Corporate Design durch kongeniale gestalterische Umsetzungen zur Entfaltung bringen.
Corporate Design ist Corporate Expression. Es geht darum, eine spezifische Ausdrucksweise zu entwickeln. Sie beginnt in der Praxis häufig mit typografischen Werken, aber Ausdrucksdimensionen wie Sprache, Architektur oder Klang gehören auch dazu.
Weil sich Organisationen, Technologien und Wahrnehmungsgewohnheiten ändern können, sind nicht alle Anwendungsfälle vorhersehbar. Deshalb muss ein Corporate Design dynamisch sein. Ein dynamisches Corporate Design besteht zwar aus einem unveränderlichem Gestaltungsprinzip und den dazugehörigen Basiselementen, ist aber in seinen Umsetzungen variabel.
Ein Corporate-Design-Manual ist das grafische Manifest eines guten Gedankens, niemals aber ein Vorlagenbuch für gute Gestaltung. Gestalten können nur Menschen, nicht aber Manuals.
Ein Corporate Design ist eine Partitur. Damit sie zu Musik wird, muss das Management sie orchestrieren: mit gedruckten oder digitalen Medien oder mit gestalteten Räumen.
Wie erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt wird, hängt nicht nur von der Güte des Corporate Designs, sondern auch vom Stellenwert ab, den ihm das Management und die Mitarbeiter zubilligen.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Christian Quinders,
Anke von Bremen
Christian Quinders
Norbert Herwig
Das Copyright für veröffentlichte, von den Autoren selbst erstellte Objekte bleibt allein bei den Autoren der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des jeweiligen Autors nicht gestattet.
Die Autoren übernehmen keine Haftung für die Aktualität, die inhaltliche Richtigkeit sowie für die Vollständigkeit der in ihrem Webangebot eingestellten Informationen, es sei denn, die Fehler wurden vorsätzlich oder grob fahrlässig aufgenommen. Dies bezieht sich auf eventuelle Schäden materieller oder ideeller Art Dritter, die durch die Nutzung dieses Webangebotes verursacht wurden.