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Im Darmstädter Verlag Das Beispiel soll ein handlicher Stadtführer mit zeitgenössischer Architektur erscheinen. Der Führer wird herausgegeben von Ingeborg Flagge, der ehemaligen Direktorin des Frankfurter Architekturmuseums, zusammen mit dem BDA.
Das Taschenbuch zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich die einzelnen Gebäude im Übersichtsplan leicht finden lassen. Es ist praktisch … und sieht so gut aus, dass es von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet und vom renommierten Türklinkenhersteller Franz Schneider Brakel (FSB) gesponsert wird.
Wenn Holz das Thema eines Buches ist, dann ist Naturpapier das geeignete Material. Wer den Holzarchitekturführer in die Hand nimmt, spürt in den Fingerspitzen, was gemeint ist.
Wir bedrucken den Umschlag mit einer Holzmaserung, verwenden einen rotbraunen Farbton als Schmuck- und Auszeichnungsfarbe. Den zentralen Satz in den jeweiligen Baubeschreibungen heben wir durch farbige Typografie hervor.
Das Rheinische Jahrbuch für Architektur dokumentiert das reichhaltige Erbe architektonischer Höchstleistungen der Region. Es geht um Städte am Fluss, um Architektur und Städtebau und um Architekten wie O. M. Ungers oder Paul Schneider Esleben. Die doppelseitigen, blauen Trennseiten und die kapitelweise variierende Gestaltung unterstützen die inhaltliche Gliederung. Auftragsarbeit für den Verlag Müller & Busmann aus Wuppertal und der Kommunikationsagentur Logos, die die Umsetzung übernahm.
Der Bund Deutscher Zimmermeister richtet alle zwei Jahre den Deutschen Holzbaupreis aus. Es ist ein Architektur- und Technologiewettbewerb auf höchstem Niveau. Der Anspruch an die Gestaltungsqualität der Medien, der Ausschreibungsunterlagen und der Preisträgerbroschüre ist hoch.
Wir betonen für das Corporate Design vor allem die Materialität von Holz und dessen konstruktive Möglichkeiten, variieren aber bei jeder neuen Ausschreibung behutsam die Farben, ohne die Farbwelt vollständig zu wechseln. Denn Kontinuität muss sein, erst recht im Wandel.
Beim Erscheinungsbild von Gestaltungswettbewerben ist der Anspruch klar: Wer etwas auszeichnen will, muss auch etwas darstellen. Das „Europäische Haus der Stadtkultur” in Gelsenkirchen beauftragt uns, das Corporate Design für den Wettbewerb „Vorbildliche Handelsarchitektur in Nordrhein-Westfalen” zu entwerfen.
Weil zum Einkaufen die Tragetasche einfach dazugehört, erheben wir sie zum Schlüsselmotiv. Wir füllen sie mit Kartons, die an Gebäude erinnern. Interessant und assoziationsfähig wird das Motiv durch das widersprüchliche Größenverhältnis zwischen Einkaufstüte und Gebäuden. Diese Umkehrung verwundert, zieht den Blick an, bleibt in Erinnerung und ruft den Wettbewerb dadurch ins Bewusstsein.
Studenten der RWTH Aachen konzipieren einen Kammermusiksaal für den Roncalliplatz in Köln.
Die Dokumentation mit dem Titel „Konzerthaus/Hauskonzert” nimmt sich das Thema zu Herzen. Es entsteht ein zweigeteiltes Buch, das sich sowohl von vorn als auch von hinten lesen lässt. Unter dem Titel „Haus” fassen wir die Texte zu den systematischen und kreativen Vorarbeiten zusammen. Dreht man das Buch auf die Rückseite, so präsentiert es unter dem Titel „Musik” die Konzepte der Studenten. Begriffe aus der Welt der Architektur wie „Foyer” oder „Raum” und der Welt der Musik wie „Solo” oder „Fuge” leiten als Überschriften die Kapitel ein, streifen assoziativ das jeweilige Thema oder den Charakter des Entwurfs.
Bei Büchern mit Titeln wie „Konstruktiver Wärmeschutz” und „Der sichere Bauvertrag” verhalten sich Titelgestalter allzu gern zurückhaltend. Das will der Verlag Rudolf Müller nicht akzeptieren und beauftragt Umschlagseiten, die sich der abstrakten Themen ausdrücklich annehmen.
Die Dokumentation zum Wettbewerb „Vorbildliche Handelsarchitektur” ist vielleicht das erste Kompendium zu diesem bislang unpopulären Architektur-Genre.
Für die Gestaltung wählen wir das Prinzip “Provokation”. Wir packen die Dokumentation in eine Plastiktüte. Handelsarchitektur erscheint wie eine Ware, die allein den Gesetzen des Handels unterworfen ist. Erst wer sich die Dokumentation anschaut, erkennt, dass gute Handelsarchitektur vor allem auch herausragende Architektur ist. Hülle und Innenseiten stehen somit in einem starken Spannungsverhältnis: außen Architektur, gesehen mit den Augen des Handels; innen aber Handel, gesehen mit den Augen des Architekten.
DIESSEITS formt Identitäten, gestaltet Medien und schreibt Texte. Für Kultur, Wirtschaft und Organisationen. DIESSEITS gießt Ideen zu Formen, bannt Atmosphären in Farben, nutzt die Kraft der Bilder und die Wucht der Worte. DIESSEITS? Nicht abseits.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Wissmannstraße 15
40219 Düsseldorf
kontakt@diesseits.com
+49 (0)211 . 137 27.90 T .91 F
Kommunikationsdesignerin
Professorin (stv.) für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste, Essen
Philosophie, Germanistik, Sprachwissenschaft
Texter und Berater
Design entsteht nicht im Handumdrehen, aus dem Bauch heraus oder durch Zufall, sondern durch intensives Kennenlernen des Kunden und tiefgehendes Verständnis der gestellten Aufgabe, durch wiederholtes Ent- und Verwerfen und durch systematisches Ausarbeiten und Anwenden.
Wir verlangen von unseren Entwürfen, dass Sie über alle Umsetzungen hinweg eine Idee transportieren. Die Form ist für uns das Mittel, der Ausdruck hingegen der Zweck unserer Arbeit.
Wir arbeiten konzeptionell. Das, was wir tun, können wir begründen.
Worte und Texte scheinen allein dazu zu dienen, Inhalte zu vermitteln. Doch sie sind immer auch und manchmal sogar alleiniges Ausdrucksmittel. Wir verwenden sie als Gestaltungselemente, gleichberechtigt neben Grafik, Fotografie, Film, Illustration …
Texten heißt etwas verständlich zu machen, auf den Punkt zu bringen, Geschichten zu erzählen, zu verblüffen, zu unterhalten, vor allem aber die Menschen mitzunehmen.
Die Menschen beurteilen selbst Gegenstände oder abstrakte Dinge nach menschlichen Kriterien. Deshalb kann man bei Organisationen von einer Persönlichkeit sprechen, mit der sich Menschen identifizieren oder anfreunden können.
Corporate Design ist medialer Ausdruck der Persönlichkeit einer Organisation. Es orientiert sich an dem Wollen und Können, den Werten und Ideen der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten.
Corporate Design ist auslegungsoffen. Wer mit einer Organisation bestimmte Erfahrungen gemacht hat, wird sie und ihre Artefakte im Lichte dieser Erfahrungen sehen. Corporate Design ist eine Projektionsfläche für die Vorstellungen, die sich die Menschen von einer Organisation machen.
Corporate Design ist immer total: Alle gestaltbaren visuellen Elemente einer Organisation – vom Logo bis zur Architektur – müssen zueinander passen. Aber Corporate Design in jeder Situation und bis ins hinterletzte Detail zu befolgen, kann des Guten zu viel sein. Auch wir legen uns nicht im Businessanzug schlafen.
Ein Logo allein ist wirkungslos wie der Geist in der Flasche. Wer ihn herauslassen will, muss das Corporate Design durch kongeniale gestalterische Umsetzungen zur Entfaltung bringen.
Corporate Design ist Corporate Expression. Es geht darum, eine spezifische Ausdrucksweise zu entwickeln. Sie beginnt in der Praxis häufig mit typografischen Werken, aber Ausdrucksdimensionen wie Sprache, Architektur oder Klang gehören auch dazu.
Weil sich Organisationen, Technologien und Wahrnehmungsgewohnheiten ändern können, sind nicht alle Anwendungsfälle vorhersehbar. Deshalb muss ein Corporate Design dynamisch sein. Ein dynamisches Corporate Design besteht zwar aus einem unveränderlichem Gestaltungsprinzip und den dazugehörigen Basiselementen, ist aber in seinen Umsetzungen variabel.
Ein Corporate-Design-Manual ist das grafische Manifest eines guten Gedankens, niemals aber ein Vorlagenbuch für gute Gestaltung. Gestalten können nur Menschen, nicht aber Manuals.
Ein Corporate Design ist eine Partitur. Damit sie zu Musik wird, muss das Management sie orchestrieren: mit gedruckten oder digitalen Medien oder mit gestalteten Räumen.
Wie erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt wird, hängt nicht nur von der Güte des Corporate Designs, sondern auch vom Stellenwert ab, den ihm das Management und die Mitarbeiter zubilligen.
Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Christian Quinders,
Anke von Bremen
Christian Quinders
Norbert Herwig
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