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ARBEITEN

Imagetext

Neue Deutsche Filmgesellschaft
2007

 Kultur

Die Neue Deutsche Filmgesellschaft, eine der größten unabhängigen Filmproduktionsfirmen in Deutschland, benötigt eine Imagebroschüre für Investoren und Kooperationspartner. Das Thema ist ernsthafter Natur, doch das Metier eher heiter.

Wir gestalten eine Broschüre mit vielsagenden Headlines und hintersinnigen Texten.

Wettbewerbsdokumentation

Wettbewerb „Handelsarchitektur”
2004

Die Dokumentation zum Wettbewerb „Vorbildliche Handelsarchitektur” ist vielleicht das erste Kompendium zu diesem bislang unpopulären Architektur-Genre.

Für die Gestaltung wählen wir das Prinzip “Provokation”. Wir packen die Dokumentation in eine Plastiktüte. Handelsarchitektur erscheint wie eine Ware, die allein den Gesetzen des Handels unterworfen ist. Erst wer sich die Dokumentation anschaut, erkennt, dass gute Handelsarchitektur vor allem auch herausragende Architektur ist. Hülle und Innenseiten stehen somit in einem starken Spannungsverhältnis: außen Architektur, gesehen mit den Augen des Handels; innen aber Handel, gesehen mit den Augen des Architekten.

Corporate Design

Wettbewerb „Handelsarchitektur”
2004

Beim Erscheinungsbild von Gestaltungswettbewerben ist der Anspruch klar: Wer etwas auszeichnen will, muss auch etwas darstellen. Das „Europäische Haus der Stadtkultur” in Gelsenkirchen beauftragt uns, das Corporate Design für den Wettbewerb „Vorbildliche Handelsarchitektur in Nordrhein-Westfalen” zu entwerfen.

Weil zum Einkaufen die Tragetasche einfach dazugehört, erheben wir sie zum Schlüsselmotiv. Wir füllen sie mit Kartons, die an Gebäude erinnern. Interessant und assoziationsfähig wird das Motiv durch das widersprüchliche Größenverhältnis zwischen Einkaufstüte und Gebäuden. Diese Umkehrung verwundert, zieht den Blick an, bleibt in Erinnerung und ruft den Wettbewerb dadurch ins Bewusstsein.

Corporate Design / Manual

Rheinisches Landesmuseum Trier
2008

Mit einem CD-Manual verhält es sich wie mit guten Eltern. Es sollte nicht nur Regeln vorgeben, sondern auch und vor allem Vorbild sein.

Das CD-Manual für das Rheinische Landesmuseum Trier führt anfangs auf beispielhaften Seiten einfach nur ins Repertoire der Gestaltungselemente ein. Erst danach vertieft es das dahinterstehende Regelwerk und zeigt weitere Anwendungsbeispiele.

Der Geist des Corporate Designs soll verstanden werden, bevor es in seine Einzelteile zerlegt wird.

Corporate Design / Textelement

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Die archäologische Arbeit des Museums hinter den Ausstellungskulissen kennt kein Mensch. Doch ist sie mehr noch als fast jedes Exponat dazu geeignet, dem Museumserlebnis zusätzliche Dynamik zu verleihen. Für die in der Regel statischen Exponate müssen die Kuratoren immer erst noch die Geschichte dahinter rekonstruieren. Was aber beim Auffinden und Restaurieren der späteren Exponate geschieht, hat manches Mal erstaunliche narrative Qualität.

Wir machen diese Fundstückgeschichten zu einem festen Bestandteil des Erscheinungsbildes. Damit sie ihre Wirkung entfalten können, müssen sie aber einheitlich geschrieben sein. Die Vorgaben dafür legen wir im CD-Manual fest.

Die Wirkung ist vielfältig: Das Museum verfügt über eine glaubwürdige Möglichkeit, sich als lebendiges Museum darzustellen. Es gewinnt eine weitere Kommunikationsplattform hinzu, um über seine Arbeit und seine Fundstücke zu berichten. Und Mitarbeiter haben plötzlich die Gelegenheit, über ihr Lieblingsfundstück zu berichten.

Orientierungssystem

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Das prachtvolle Foyer des Rheinischen Landesmuseums Trier ist verwinkelt. Wer hier eine Orientierungsbeschriftung anbringt, hat seine liebe Mühe. Denn für große Typografie sind die Wandflächen zu schmal. Von jedem Standpunkt aus muss dem Besucher die Beschriftung in Teilen verborgen bleiben.

Rechtzeitig zum Beginn der Konstantin-Ausstellung sollen wir für diesen und viele andere Räume des Museums nichtsdestotrotz ein gut sichtbares Orientierungssystem konzipieren.

Wir machen aus der Not eine Tugend und lassen die Beschriftungen um die Ecke laufen. Das zwingt den Besucher zwar, an der Beschriftung entlangzulaufen, statt davor stehen bleiben zu können. Doch erweist sich das angesichts der 700.000 Ausstellungsbesucher eher als Vorteil.

Corporate Design

Ströer Out-of-Home Media AG
2000

Ströer ist der größte deutsche Anbieter von Außenwerbung und Stadtmöbeln. Alles dreht sich um die (Werbe-)Fläche. Deshalb benutzen wir für das Corporate Design die Fläche als Gestaltungsprinzip und markantes Zeichen.

Der Auftrag umfasst alles, was sich gestalten lässt. Von der Logoüberarbeitung bis zum Orientierungssystem, vom Broschürenkonzept bis zum Formularsystem, von der Plakat- und Anzeigenwerbung bis zum Werbemittel. Wir bauen an der Markenarchitektur, entwickeln Medien für die interne Kommunikation und den Vertrieb und unterstützen das Designmanagement.

In sehr enger Zusammenarbeit mit der Unternehmenskommunikation entstehen preisgekrönte Entwürfe, die das Markenimage aufs Schönste beeinflussen.

Corporate Design

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007 / 08

Das Rheinische Landesmuseum ist das bedeutendste archäologische Museum nördlich der Alpen. Doch seine Stärken hat es bislang nicht ausreichend kommuniziert. Darum positioniert es sich neu.

Zusammen mit der Leitung werden die wesentlichen Eigenheiten des Museums herausgearbeitet: dessen Grabungstätigkeit und die hohe wissenschaftliche Kompetenz der Mitarbeiter.

Wir entwerfen ein Corporate Design, das diese Qualität auf allen Ebenen der sprachlich-bildhaften Kommunikation ans Licht bringt. Durch Zeichen, grafische und figürliche Elemente, Fotografien und Texte. Die Aufmerksamkeit wandert weg vom erforschten Exponat hin zum geheimnisvollen Fundstück. Wir erzählen Geschichten über die Entdeckung, die Restauration und die Erforschung von Funden.
Das Museum wandelt sich in eine moderne Institution, die sich des Abenteuers Archäologie angenommen hat.

Corporate Design

Keramici
2012

 Kultur

Die Jungen Freunde des Hetjensmuseums wünschen sich ein Logo und einen Webauftritt. Sie bekommen von uns ein junges, flexibles und kostengünstiges Erscheinungsbild zum Selbermachen.

Das Corporate Design besteht aus Wort-Bild-Marke und einem variablen Farbkonzept. Das Bild – eine kreisförmige Scheibe, umgeben von einem leicht unregelmäßig ausgeformten Kreis – steht für Treffpunkt, für den Gegensatz von präziser Industriekeramik und ursprünglicher Töpferkunst oder auch für die Töpferscheibe.

Für das Fotokonzept bitten wir die Keramici sich ein Lieblingsobjekt aus dem Museum zu suchen und zu erzählen, was sie an Keramik fasziniert.

// Fotos Keramici: Volker Nünninghoff //

Corporate Design / Textelement

Internationaler Museumstag Schweiz
2010

Das neue Erscheinungsbild für den Museumstag des Schweizer Museumsbunds ist ein offenes System, das Jahr für Jahr an das jeweils neue Motto des Museumstags angepasst werden kann.

2010 heißt das Motto „Treffpunkt Museum“. Weil sich auf so einem Museumstag viel (an)treffen lässt, aber die meisten Menschen keine Vorstellung davon haben, helfen wir der Vorstellung auf die Sprünge: Schlipsträger treffen Kaffeetanten, Aargauerinnen treffen Römer, Erinnerungen treffen auf die Gegenwart, ein Tag trifft aufs Museum und so manchen Ticketverkäufer trifft der Schlag.

Dies alles schreiben wir in die museumsstag-typischen leuchtend gelben Luftballonsprechblasenwassertropfen hinein und erzählen damit lauter kleine Geschichten, für die sich die Menschen interessieren.

Buchgestaltung

Verlag Das Beispiel
2004

Wenn Holz das Thema eines Buches ist, dann ist Naturpapier das geeignete Material. Wer den Holzarchitekturführer in die Hand nimmt, spürt in den Fingerspitzen, was gemeint ist.

Wir bedrucken den Umschlag mit einer Holzmaserung, verwenden einen rotbraunen Farbton als Schmuck- und Auszeichnungsfarbe. Den zentralen Satz in den jeweiligen Baubeschreibungen heben wir durch farbige Typografie hervor.

Stadtraum-Kampagne

Düsseldorfer Schauspielhaus
2006

 Kultur

Neustart im Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Intendantin Amélie Niermeyer. Das Theater will die neue Spielzeit, die unter dem Motto „Ich = Ich” steht, mit einer Werbeaktion ankündigen.

Wir schlagen eine Kampagne vor, die von den Schauspielern selbst in den öffentlichen Raum getragen werden soll. Sie sollen mit bedruckten Umzugskartons im Arm in die Innenstadt gehen, die Kartons als Anlass nutzen, um Gespräche zu beginnen, sie als Podest oder Wegweiser verwenden oder zu fliegenden Bauten stapeln.
Mit dieser Idee belegen wir im Wettbewerb des Schauspielhauses den zweiten Platz.

Corporate Design / Manual

Ströer Out-of-Home Media AG
2009 / 07

Das Ziel weist den Weg. Wir nutzen Band 1 des vierbändigen Ströer-CD-Manuals, um fertig gestellte Ströer-Medien zu zeigen. Erst in Band 2 bis 4 folgen die Gestaltungsregeln. Denn der Geist des Ganzen offenbart sich nicht im Seitenraster oder Zeilenabstand, sondern allein beim Anblick vollendeter Gestaltung.

Das Manual dürfte eines der ersten Ströer-Medien sein, die ein Kommunikationsdesigner als Auftragnehmer von Ströer zu sehen bekommt. Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, das Manual nicht nur im Sinne des Ströer-CD, sondern auch inspirierend zu gestalten.

Ausstellungstexte

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

„September 1993. Bauarbeiter entdecken in Trier ein Bronzegefäß mit einem Goldschatz. Die herbeigerufenen Archäologen finden 2.600 römische Goldmünzen. Sie halten in ihren Händen den größten je entdeckten Goldschatz der römischen Kaiserzeit.”

Wer Ausstellungstexte redigiert, muss wissen, wie man Leser fesselt. Hat’s geklappt?

Workbook

Ströer Out-of-Home Media AG
2005

Workbooks, dicke Notizbücher, sind hochwertige Werbeartikel. Genau so ein Exemplar will der Ströer-Konzern zu Weihnachten verschenken. Doch vor der Schenkung kommt die Arbeit.

Gestalterin und Texter stecken ihre Köpfe zusammen und brüten und brüten. Die Zusammenarbeit würdigt das Designzentrum NRW mit einem Red Dot Design Award.

Bilanzbroschüre

Ausstellung „König Lustik!?”
2009

Die Landesausstellung über König „Lustik” Jerôme Bonaparte ist vorbei. Die Museumslandschaft Hessen Kassel fasst das Erlebte in einer Bilanzbroschüre zusammen. Die Broschüre soll den Glanz der Ausstellung widerspiegeln. Für uns heißt das, ein letzten Mal den CD-Baukasten auszupacken und zu entwerfen.

Den Titel überkleben wir mit dem Etikett „Bilanz” und reaktivieren damit eine der zentralen Ideen des Corporate Designs. Auf den Innenseiten formen wir aus einer Vielzahl an fotografischen Schnappschüssen ein lebendiges Bild des vergangenen kulturellen Großereignisses.

Die Mitarbeiter der Museumslandschaft scherzen, die Bilanzbroschüre sei auch eine Brillanzbroschüre. Den Scherz hören wir gern.

Ausstellungskatalog

Ettore Sottsass – Auch der Turm... Hetjensmuseum Düsseldorf
2011

 Kultur

Der Katalog widmet sich dem keramischen Schaffen von Ettore Sottsass. Die grafische und materielle Ausstattung des Katalogs reflektiert den für Sottsass so typischen Weg der Gestaltung von der Skizze auf rauem Papier bis zur fertigen Keramik mit glänzender Oberfläche.

Für den Katalog wurde eigens die Handschrift des italienischen Designers digitalisiert und die typische Art der Kommentierung seiner eigenen Entwürfe auf den Katalog übertragen.

// ©Fotos: Courtesy Studio Ettore Sottsass /Erik & Petra Hesmerg, Amsterdam, Editoriale Domus S.p.A. //

Corporate Design

Go Public! Eventmedia GmbH
2008

„Ob Showroom oder Promotionstand, ob Event oder mobile Messe. Go Public! baut Kommunikation, die ins Auge sticht.“

Passend zur Positionierung der Go Public! Eventmedia GmbH setzen wir auf eine lebendige Bildsprache, zeigen Menschen in Bewegung an zentralen urbanen Orten. Auf den Fotos und an vielen anderen Stellen platzieren wir das Ausrufezeichen aus dem Firmennamen und nutzen es als Platzhalter für die Kommunikationsprodukte der Go Public! Eventmedien GmbH.

Leitbild

Ströer Out-of-Home Media AG
2006

Ströer erarbeitet sich in einem komplexen Prozess ein Leitbild. Wie fast alle um Konsens bemühten Texte verströmt auch das Leitbild eine nahezu unvermeidliche Langeweile. Unser Auftrag klingt simpel: Macht es verständlich und ansprechend.
Unsere Idee: Wir erklären, warum eine Vision nichts für Spinner, eine Mission nichts für Astronauten und ein Wert nichts für Spekulanten ist. Wir zeigen, auf welche Weise das Leitbild auf den beruflichen Alltag und nicht ins Blaue zielt. Den Inhalt packen wir in einen leicht verständlichen, persönlich gehaltenen Sprachstil und durchsetzen den Text mit freundlichen Aufforderungen.

Beim Druckschriftenwettbewerb Berliner Type erhalten wir für den Text der Leitbildbroschüre eine Auszeichnung. Eine von nur dreien, die 2006 vergeben werden.

Werbeanlage

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Aus der Sicht vorbeifahrender Autofahrer ist das Rheinische Landesmuseum in Trier kaum zu sehen.

Deshalb setzen wir entlang der Straße vier Blickanker: schlanke Sechs-Meter-Pfeiler, die auf das Museum Tag und Nacht aufmerksam machen. Für den Eingangsbereich entwerfen wir vier Informationsstelen, die variabel genutzt werden können. Jede einzeln zur Bewerbung von vier Ausstellungen oder auch alle vier gemeinsam für eine einzige große Ausstellung. Oder …

Corporate Design

Deutscher Holzbaupreis
2011 / 09 / 07 / 05 / 03

Der Bund Deutscher Zimmermeister richtet alle zwei Jahre den Deutschen Holzbaupreis aus. Es ist ein Architektur- und Technologiewettbewerb auf höchstem Niveau. Der Anspruch an die Gestaltungsqualität der Medien, der Ausschreibungsunterlagen und der Preisträgerbroschüre ist hoch.

Wir betonen für das Corporate Design vor allem die Materialität von Holz und dessen konstruktive Möglichkeiten, variieren aber bei jeder neuen Ausschreibung behutsam die Farben, ohne die Farbwelt vollständig zu wechseln. Denn Kontinuität muss sein, erst recht im Wandel.

Merchandisingprodukte

Ausstellung „König Lustik!?”
2008

Jérôme Bonaparte, König von Westphalen, war Herrscher und Verschwender. Die Legende sagt, er habe seine Eskapaden mit dem Satz „Heute wieder lustique” kommentiert. Seinen Untertanen galt er deshalb als „König Lustik”.

Die Steilvorlage nehmen wir an: Für die Merchandising-Produkte zur Ausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel spielen wir mit der harten Auslautung auf „k”. Museumsmitarbeiter entdecken das T-Shirt „gnädik” sogar in der Pariser Metro. Finden wir riesik.

Claim

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Im Rheinischen Landesmuseum setzen sich Archäologen und Historiker mit den Funden aus der Region wissenschaftlich und museologisch auseinander.

Das kann man so sagen. Es ist nur zu lang. Besser: Es ist ein „Forum für Fundstücke“. Das klingt nach einer aktiven und aktuellen Auseinandersetzung mit der Landes- und Menschheitsgeschichte, nach einem Ort, an dem sich immer etwas Neues entdecken lässt. Das klingt, als hätte jemand den Staub von den Fundstücken gepustet: Rheinisches Landesmuseum Trier – Forum für Fundstücke.

Geschäftsbericht

Ströer Out-of-Home Media AG
2007

Im Geschäftsbericht 2006 des Außenwerbers Ströer Out-of-Home Media AG sollen vor allem dessen designpreisgekrönten Stadtmöbelentwürfe abgebildet werden. Gewünscht ist einerseits eine klare Entwurfsästhetik, andererseits die Einbettung in einen neutralen urbanen Kontext.

Wir treiben die Imagination der innenstädtischen Zukunft auf die Spitze und durchziehen den Geschäftsbericht mit Menschen und städtischen Szenerien, aber in Form von Outlinedarstellungen. Damit bieten wir genügend Projektionsfläche für all diejenigen, die sich ihre stadtmöblierte Zukunft selbst ausmalen möchten.

Imagetexte / Geschäftsbericht

Ströer Out-of-Home Media AG
2008 / 07 / 05 / 03 / 02 / 01

Wir haben eine Regel für das Texten von Geschäftsberichten: Fließtexte müssen durch kompetenten Inhalt wirken und Überschriften durch Poesie. Deshalb zählt im Fließtext jeder Satz und in der Headline jedes Wort.

Das Geheimnis guter Texte ist damit zwar noch lange nicht gelüftet. Denn ein einfaches Rezept für das Schreiben gibt es nicht. Sachverstand, Klarheit, Stilsicherheit und Ideenreichtum gehören aber unverzichtbar dazu.

Informationstafeln

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Für den Eingangsbereich des Rheinischen Landesmuseums in Trier entwerfen wir vier Informationsstelen, die variabel genutzt werden können. Jede einzeln zur Bewerbung von bis zu vier Ausstellungen oder auch alle vier gemeinsam für ein großes Ereignis. Oder …

Sichtschutzgestaltung

Ströer Out-of-Home Media AG
2002

Ströer baut sich eine neue Unternehmenszentrale. Die Mitarbeiter wünschen sich für ihre gläsernen Büros einen besseren Blickschutz.

Wir entwerfen eine Glasbeklebung im Ströer-Design. Corporate Design und Architektur verschmelzen zu einem neuen Raumeindruck.

Umschlaggestaltung

Verlag Rudolf Müller
2000

Bei Büchern mit Titeln wie „Konstruktiver Wärmeschutz” und „Der sichere Bauvertrag” verhalten sich Titelgestalter allzu gern zurückhaltend. Das will der Verlag Rudolf Müller nicht akzeptieren und beauftragt Umschlagseiten, die sich der abstrakten Themen ausdrücklich annehmen.

Verlagsprogramm

Rheinisches Landesmuseum Trier
2008

Der Verlag des Rheinischen Landesmuseums in Trier veröffentlicht sowohl wissenschaftliche Zeitschriften und Bücher als auch Publikumsmedien.

Wir entwerfen ein Gestaltungskonzept, das allen unterschiedlichen Medien gerecht wird. Nüchtern für die Wissenschaft, lebendig für die Kinderpublikationen.

Mitarbeiterzeitschrift

Ströer Out-of-Home Media AG
2003

Beim Außenwerber Ströer Out-of-Home Media AG liegt es auf der Hand, mit übergroßen Abbildungen zu arbeiten.

Wir erlauben uns gemeinsam mit dem Kunden den Spaß, auf diese Weise ein Preisausschreiben zu gestalten: Auf der Titelseite der Ströer-Mitarbeiterzeitung bilden wir einen Ausschnitt aus einem aktuellen Großflächenplakat in Originalgröße ab und fragen, um welches Motiv es sich handelt. Derartig vergrößert springt das Motiv den Betrachter an und macht ihn neugierig.

So ersetzt das überlebensgroße Motiv in Verbindung mit einem Preisausschreiben den Aufmacher auf der Titelseite.

Produktkatalog

Ströer Out-of-Home Media AG
2008 / 06

Der Stolz des Unternehmens Ströer: Alle Produkte in drei dicken Ordnern. Das ideale Vertriebsinstrument für alle Key-Accounter, die beim Kunden etwas in der Hand halten möchten.

Für die Gestaltung liegt die Herausforderung vor allem darin, eine Produktsystematik übersichtlich abzubilden oder sogar neu zu schaffen. Das klingt gestalterisch unspektakulär, setzt aber eine komplexe Ordnungsarbeit in enger Abstimmung mit dem Kunden voraus. Wenn es gut klappt, dann ist der Kunde hinterher äußerst froh, über die Gestaltung zu einer neuen Systematisierung gefunden zu haben. Was die wenigsten der Gestaltung zutrauen – und ihr auch nicht ansehen. Sehen Sie?

Corporate Design

Rheinlogik GmbH
2008

Die Bonner Rheinlogik GmbH entwickelt und vermarktet komfortable Businesssoftware für kleine und mittlere Unternehmen.

Wir verkneifen es uns, mit Pixeln zu gestalten: zu oft, zu verwechselbar, zu gewöhnlich. Deshalb wählen wir eine Abfolge von parallel angeordneten Strichen, die ebenfalls digital anmutet, und formen aus der Strichfolge eine Schrift. Das Strichmuster dient auch als Raster zur Verfremdung von Fotografien und führt so zu einer eigenständigen Bildsprache.

Die verfremdeten Bilder und die Strich-Schrift geben Fotomotive und Buchstaben nur verschwommen wieder. Vor diesem Hintergrund sorgt der markante Schriftzug der Rheinlogik GmbH für Klarheit. Das ist die Botschaft … und ein schönes Beispiel für das Gestalten mit Unschärfe.

Kunstkatalog

Hedwig Rogge
2008

 Kultur

Hedwig Rogges Werkkatalog heißt „Die Selbstartikulation der Landschaft”. Denn in ihren Werken gestaltet die Landschaft mit: Dort, wo sie malt, nutzt sie den Boden oder auch ein Gebüsch als Unterlage für ihren Maluntergrund.

Wir wagen für die Kataloggestaltung eine Analogie: So wie die Maluntergründe der Künstlerin auf der Landschaft liegen, so umfließt das Vorwort auf den Umschlagseiten die im Katalog abgebildeteten Werke: Das Vorwort als Selbstartikulation der Kunst Hedwig Rogges. Die Innenseitengestaltung folgt dagegen einem illustrativen Prinzip: Dort zeigen wir von Seite zu Seite wechselnd die Kunstwerke und die Landschaften, in und auf denen die Kunst entstanden ist.

Ausstellungskatalog

Richard-Bampi-Preis
2010

 Kultur

Die Gesellschaft der Keramikfreunde e. V. richtet zum 13. Mal den Richard-Bampi-Preis zur Förderung junger Nachwuchskeramiker aus. Der Preis geht auf den 1965 verstorbenen Keramikkünstler Richard Bampi zurück, der sein gesamtes Vermögen den Keramikfreunden zur Ausrichtung des Künstlerwettbewerbs vermachte.

Die Keramikfreunde und ihr Partner, das Düsseldorfer Hetjens-Museum, beauftragen uns mit der Gestaltung des Katalogs. Aber eigentlich geht es um einen attraktiven visuellen Auftritt für den renommierten Nachwuchspreis.

Wir entwickeln für den Bampipreis ein Signet und für den Katalog ein Gestaltungsprinzip. Dazu gehört, dass das jeweils ausrichtende Museum seinen „Bampi“ auf der Titelseite zeigt. Die technisch anmutende Linienlandschaft ist das augenfälligste Gestaltungselement und es enthält eine Botschaft, die womöglich auch Richard Bampi gefallen hätte: Die Auseinandersetzung mit den Arbeiten Bampis wird zu etwas Neuem führen. Was der künstlerische Nachwuchs in fünf Jahren erneut beweisen müsste.

Corporate Design

Ausstellung „König Lustik!?”
2008

Jérôme Bonaparte, kleiner Bruder Napoleons, König von Westphalen, Herrscher über die erste konstitutionelle Monarchie in Deutschland. Aber auch Lebemann, Ästhet und Frauenverführer. Sein Spitzname im Volk und in zahlreichen Karikaturen: „König Lustik“. Die Ausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel zeigt beide Seiten Jérômes.

Um sie auch auf dem Plakat zu zeigen, duplizieren wir sein Porträt. Eines lassen wir unangerührt, das andere – auf dem Kopf stehende – verzieren wir mit einem leuchtend roten Kussmund oder mit einem roten Krönchen. Seinen offiziellen Titel „König von Westphalen“ überkleben wir mit „König Lustik“ und geben damit Volkes Stimme einen Platz. Die Kasseler Bürger mögen das Motiv. Ein Beweis gefällig? Die Bäcker in Kassel schmücken ihre Baguettes mit einer „Lustik!?“-Banderole. Während der Aktion gehen 90 Prozent mehr Baguettes über die Theke.

Corporate Design

Bundeskunsthalle
2011

 Kultur

Die Kunst- und Ausstellungshalle des Bundes richtet einen CD-Wettbewerb aus. Unser Entwurf orientiert sich an der postmodernen Architektur der Ausstellungshalle von Gustav Peichl. Die für diese Architektur typischen Grundformen Dreieck, Quadrat und Kreis waren – unscheinbar – bereits Teil des alten Logos. Wir gehen damit großzügiger, radikaler um.

Wir ziehen den Namen “Bundeskunsthalle” zum Akronym BKH zusammen. Als Logo und visuelle Klammer findet es sich auf allen Medien wieder. Für jede Sparte – bildende Kunst, Kulturgeschichte und Veranstaltungen – entwickeln wir zusätzliche visuelle Eigenheiten.

In Kooperation mit Hanno Bennert entwickeln wir eine neue Schrift, die sich ebenfalls an den geometrischen Grundformen orientiert. Die verschiedenen Schriftschnitte ermöglichen es, sie sowohl als Fließtextschrift als auch als Auszeichnungsschrift zu verwenden.

Textkonzept / Katalog

RWTH Aachen
2001

Studenten der RWTH Aachen konzipieren einen Kammermusiksaal für den Roncalliplatz in Köln.

Die Dokumentation mit dem Titel „Konzerthaus/Hauskonzert” nimmt sich das Thema zu Herzen. Es entsteht ein zweigeteiltes Buch, das sich sowohl von vorn als auch von hinten lesen lässt. Unter dem Titel „Haus” fassen wir die Texte zu den systematischen und kreativen Vorarbeiten zusammen. Dreht man das Buch auf die Rückseite, so präsentiert es unter dem Titel „Musik” die Konzepte der Studenten. Begriffe aus der Welt der Architektur wie „Foyer” oder „Raum” und der Welt der Musik wie „Solo” oder „Fuge” leiten als Überschriften die Kapitel ein, streifen assoziativ das jeweilige Thema oder den Charakter des Entwurfs.

Textkonzept / Workbook

Ströer Out-of-Home Media AG
2005

Workbooks, Bücher mit unbeschriebenen Seiten, sind Schatztruhen, sobald sie beschrieben werden. Manche sind es schon vorher. Ströer beauftragt die Gestaltung eines Workbooks als Weihnachtsgabe. Wir liefern ein Arbeitsbuch, in das viele vor Ehrfurcht nicht hineinzuschreiben wagen. Wir hätten aber nichts dagegen. Denn kaum ein anderes Medium fordert so eindringlich dazu auf, benutzt zu werden. Das Workbook selbst empfiehlt „Links oben“ auf den blanken Flächen einzusteigen und dann nach Gusto zu schreiben, skizzieren, zerschneiden, zerknittern oder zu bekleben. Alles ist möglich, je nachdem, was für ein Flächennutzungstyp man ist. Red dot design awarded.

Corporate Design / Shop

Rheinisches Landesmuseum Trier
2007

Corporate Design

Ausstellung „Die Wikinger”
2008

 Kultur

Die Wikinger kommen in einer großangelegten Ausstellung nach Speyer ins Historische Museum.

Wir gestalten das Plakatmotiv und geben der Ausstellung ein Gesicht. Dabei vertrauen wir auf die suggestive Kraft des Wikingersegels, setzen es unter Wind, so dass es sich kraftvoll bläht. Ein einfaches, aber aussagestarkes Motiv, mit dem sich alle anderen Medien einheitlich gestalten lassen.

Buchgestaltung

Verlag Müller & Busmann
2000

Das Rheinische Jahrbuch für Architektur dokumentiert das reichhaltige Erbe architektonischer Höchstleistungen der Region. Es geht um Städte am Fluss, um Architektur und Städtebau und um Architekten wie O. M. Ungers oder Paul Schneider Esleben. Die doppelseitigen, blauen Trennseiten und die kapitelweise variierende Gestaltung unterstützen die inhaltliche Gliederung. Auftragsarbeit für den Verlag Müller & Busmann aus Wuppertal und der Kommunikationsagentur Logos, die die Umsetzung übernahm.

Corporate Design

Internationaler Museumstag Schweiz
2012 / 11 / 10

Der Museumstag soll auffälliger und attraktiver dargestellt werden. So will es der Schweizer Museumsbund, der den Museumstag alljährlich im Frühjahr ausrichtet.

Weil der Museumstag seinen Besuchern eine heitere Auseinandersetzung mit sich und der Welt bietet, entwickeln wir ein gleichfalls heiteres Zeichen, das an einen Luftballon, einen Wassertropfen oder an eine Sprechblase erinnert.

Das Erscheinungsbild baut auf diesem Zeichen auf. Es dient als Bildbestandteil des Signets, entfaltet aber seine größte Wirkung als Gestaltungselement, mit dem beliebig gespielt werden darf. Einzig Farbe und Form sind vorgegeben.

Auf diese Weise bleibt das Erscheinungsbild flexibel und lässt sich Jahr für Jahr an das jeweilige Motto des Museumstages anpassen. Von den teilnehmenden Museen kann es nach Belieben genutzt werden. Als Klebepunkt auf eigenen Programmankündigungen, als nächtliche Lichtprojektion auf die Museumsmauern, als Kinowerbespot oder in Form von tausend gelben Luftballons.

Weihnachtskarte

Ausstellung „Konstantin der Große”
2005

Die Konstantin-Ausstellungsgesellschaft soll das Wissen über Konstantin den Großen unters Volk bringen. Unser Vorschlag für die Gestaltung der Weihnachtskarte: Die Gesellschaft könnte auf der Karte den konstantinischen Ursprung des Weihnachtsfestes vertiefen. Die Ausstellungsgesellschaft lässt recherchieren, in welchem Kalender das Weihnachtsfest die erste Erwähnung fand … und wir schreiben daraufhin den Text (und gestalten die Karte).

Geschäftsbericht

Ströer Out-of-Home Media AG
2003

Design ist für den Außenwerber und Stadtmöblierer Ströer ein Erfolgsfaktor. Auch der Geschäftsbericht soll das Design-Profil schärfen.

Wir lassen uns im Bericht 2002 fürs Ströer-Logo eine Sonderbehandlung einfallen. Wir zerschneiden das Logo wie die Einzelplakate einer 18/1-Großfläche. Die Logofragmente zeigen wir stark vergrößert, so dass sie wie Detailfotos eines Designobjekts wirken. Wir recherchieren und platzieren Zitate zur Rolle des Designs in Architektur, Produktgestaltung und Kommunikation. Wir verwenden Porträt- und Produktfotografien, in denen die Formen der gebauten Umwelt eine herausragende Rolle spielen.

Die Gestaltung, das Farbkonzept und das typografische Tuning gefällt nicht nur dem Kunden, sondern auch der Jury des Type Directors Club, New York, und des österreichischen Joseph-Binder-Designwettbewerbs.

Corporate Design

Wandel Consulting GmbH
2011

Wandel Consulting ist eine neu gegründete Beratungsfirma für systemische Organisationsentwicklung. Systemische Berater wissen: Eine Organisation lässt sich von Außenstehenden nie vollständig verstehen. Denn kaum wendet sich ihr ein Berater zu, verändert sie sich.

Dieses Phänomen dient uns als Inspiration: Wir legen zwei Ringe übereinander, die sich in kreisförmiger Bewegung immer neu um Deckung bemühen. Bei Printmedien deuten wir diese Bewegung durch unterschiedliche Logovarianten an, bei digitalen Medien setzen wir das Signet in Bewegung. Am Ende formt sich kreisend ein visuelles Erscheinungsbild.

Ausstellungskatalog

Ausstellung „Konstantin der Große”
2007

Die Trierer Landesausstellung über Konstantin den Großen ist ein kulturelles Mega-Event. Der Katalog soll nicht weniger glanzvoll sein als die Ausstellung.

Die typografische Kunst schlummert im Detail: die zweisprachigen Kolumnentitel, die arabisch-lateinische Seitenzählung, die lateinische Übersetzung der Kapitelüberschriften, die großzügigen monochromen Kapiteltrennseiten und die dem Logo der Ausstellung entsprechende Verschränkung von deutschem und lateinischem Kapitelnamen.

Das klingt detailverliebt. Aber so ist sie nun mal, die Typografie … und markiert damit den Unterschied zwischen guter und sonstiger Gestaltung.

Orientierungssystem

Ströer Out-of-Home Media AG
2002

Ströer baut sich eine neue Unternehmenszentrale und will, dass seine Besucher sich im Gebäude gut zurechtfinden.

Wir entwerfen ein Leitsystem für die Ziel- und Orientierungsbeschriftung, passen die gleichfalls erforderlichen Sichtschutzbeklebungen und das Orientierungssystem aneinander an und legen die Positionen fest, an denen alles zu hängen und zu kleben hat. Die Zielbeschriftungen an den Räumen lassen sich vom Kunden eigenständig aktualisieren.

Claim

Rheinlogik GmbH
2008

Die Rheinlogik GmbH bietet eine Software an, die Managementprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen auf einfache Weise unterstützt. Eine Art Mini-SAP. Weil sie so einfach funktioniert, soll sie einen Namenszusatz erhalten, der diese Eigenschaft auf den Punkt bringt. Wir geben ihr die Bezeichnung „Komfortsoftware”. Und die hat gute Chancen, sich durchzusetzen.

Mailing

Düsseldorfer Schauspielhaus
2006

 Kultur

Es gibt nicht gar so viele Gelegenheiten, sich einen guten Platz in der Düsseldorfer Gesellschaft zu sichern. Aber als das Düsseldorfer Schauspielhaus Sponsoren zur Finanzierung der neuen Bestuhlung sucht, ist die Chance da. Wer zahlt, der soll eine Sponsorenplakette an seinem Lieblingsplatz erhalten.

Wir werben dafür mit der Headline „Noch haben Sie 862 Möglichkeiten, …”. Und schlagen noch weitere Headlines vor, die ebenso gut sitzen würden.

Kunstkatalog

Hildegard Monßen
2010

 Kultur

Die Fotografin Hildegard Monßen rückt mit ihrer Kamera Blumen und Pflanzen durch extreme Nahaufnahmen auf den Pelz. Ihre Aufnahmen sind Entdeckungsreisen in die Mikrodimensionen von Natur und Alltag. Wir gestalten für sie einen Werkkatalog der extremen Gegensätze. Auf den ersten Blick sehr schlicht, auf den zweiten Blick ein Füllhorn an Farben und Formen. Doch um das zu entdecken, muss man die perforierten Bruchkanten aufreißen und in die Eingeweiden des Katalogs vordringen. Wer dies tut, der begibt sich auf die gleiche Entdeckungsreise wie die Künstlerin.

Buchgestaltung

Verlag Das Beispiel
2004 / 03 / 02 / 01 / 00 / 99 / 98

Im Darmstädter Verlag Das Beispiel soll ein handlicher Stadtführer mit zeitgenössischer Architektur erscheinen. Der Führer wird herausgegeben von Ingeborg Flagge, der ehemaligen Direktorin des Frankfurter Architekturmuseums, zusammen mit dem BDA.

Das Taschenbuch zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sich die einzelnen Gebäude im Übersichtsplan leicht finden lassen. Es ist praktisch … und sieht so gut aus, dass es von der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet und vom renommierten Türklinkenhersteller Franz Schneider Brakel (FSB) gesponsert wird.

Corporate Design

Ausstellung „Konstantin der Große”
2007

Das Megakulturevent in Trier, die Landesausstellung zu Konstantin dem Großen, ausgerichtet in drei verschiedenen Museen, braucht ein Gesicht. Die Ausstellungsgesellschaft richtet einen Wettbewerb aus.

Wir setzen uns mit unserem Entwurf gegen zwanzig Agenturen durch. Mit einem Konstantin-Kopf mit Popstar-Nimbus und mit einer Wortmarke, die typografisch Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschränkt.

Der Konstantin-Nimbus steht nicht nur für die Verehrung Konstantins als Heiliger, sondern auch für eine Himmelserscheinung, die Konstantin am Vorabend der Schlacht an der Milvischen Brücke wahrgenommen und als Siegeszeichen gedeutet hatte.

BÜRO

DIESSEITS formt Identitäten, gestaltet Medien und schreibt Texte. Für Kultur, Wirtschaft und Organisationen. DIESSEITS gießt Ideen zu Formen, bannt Atmosphären in Farben, nutzt die Kraft der Bilder und die Wucht der Worte. DIESSEITS? Nicht abseits.

DIESSEITS Kommunikationsdesign

Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR
Wissmannstraße 15
40219 Düsseldorf

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+49 (0)211 . 137 27.90 T .91 F

Team

Prof. (stv.) Dipl.-Des. Anke von Bremen

Kommunikationsdesignerin
Professorin (stv.) für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität der Künste, Essen

Norbert Herwig M. A.

Philosophie, Germanistik, Sprachwissenschaft
Texter und Berater

Wie wir gestalten

Design entsteht nicht im Handumdrehen, aus dem Bauch heraus oder durch Zufall, sondern durch intensives Kennenlernen des Kunden und tiefgehendes Verständnis der gestellten Aufgabe, durch wiederholtes Ent- und Verwerfen und durch systematisches Ausarbeiten und Anwenden.

Wir verlangen von unseren Entwürfen, dass Sie über alle Umsetzungen hinweg eine Idee transportieren. Die Form ist für uns das Mittel, der Ausdruck hingegen der Zweck unserer Arbeit.

Wir arbeiten konzeptionell. Das, was wir tun, können wir begründen.

Wie wir texten

Worte und Texte scheinen allein dazu zu dienen, Inhalte zu vermitteln. Doch sie sind immer auch und manchmal sogar alleiniges Ausdrucksmittel. Wir verwenden sie als Gestaltungselemente, gleichberechtigt neben Grafik, Fotografie, Film, Illustration …

Texten heißt etwas verständlich zu machen, auf den Punkt zu bringen, Geschichten zu erzählen, zu verblüffen, zu unterhalten, vor allem aber die Menschen mitzunehmen.

Wie Corporate Identity und Corporate Design zusammenhängen

Menschen beurteilen selbst Gegenstände oder abstrakte Dinge nach menschlichen Kriterien. Deshalb kann man bei Organisationen von einer Persönlichkeit sprechen, mit der sich Menschen identifizieren oder anfreunden können.

Corporate Design ist medialer Ausdruck der Persönlichkeit einer Organisation. Es orientiert sich an dem Wollen und Können, den Werten und Ideen der Menschen, die in dieser Organisation arbeiten.

Corporate Design ist auslegungsoffen. Wer mit einer Organisation bestimmte Erfahrungen gemacht hat, wird sie und ihre Artefakte im Lichte dieser Erfahrungen sehen. Corporate Design ist eine Projektionsfläche für die Vorstellungen, die sich die Menschen von einer Organisation machen.

Wie Corporate Design funktioniert

Corporate Design ist immer total: Alle gestaltbaren visuellen Elemente einer Organisation – vom Logo bis zur Architektur – müssen zueinander passen. Aber Corporate Design in jeder Situation und bis ins hinterletzte Detail zu befolgen, kann des Guten zu viel sein. Auch wir legen uns nicht im Businessanzug schlafen.

Ein Logo allein ist wirkungslos wie der Geist in der Flasche. Wer ihn herauslassen will, muss das Corporate Design durch kongeniale gestalterische Umsetzungen zur Entfaltung bringen.

Corporate Design ist Corporate Expression. Es geht darum, eine spezifische Ausdrucksweise zu entwickeln. Sie beginnt in der Praxis häufig mit typografischen Werken, aber Ausdrucksdimensionen wie Sprache, Architektur oder Klang gehören auch dazu.

Weil sich Organisationen, Technologien und Wahrnehmungsgewohnheiten ändern können, sind nicht alle Anwendungsfälle vorhersehbar. Deshalb muss ein Corporate Design dynamisch sein. Ein dynamisches Corporate Design besteht zwar aus einem unveränderlichem Gestaltungsprinzip und den dazugehörigen Basiselementen, ist aber in seinen Umsetzungen variabel.

Ein Corporate-Design-Manual ist das grafische Manifest eines guten Gedankens, niemals aber ein Vorlagenbuch für gute Gestaltung. Gestalten können nur Menschen, nicht aber Manuals.

Ein Corporate Design ist eine Partitur. Damit sie zu Musik wird, muss das Management sie orchestrieren: mit gedruckten oder digitalen Medien oder mit gestalteten Räumen.

Wie erfolgreich ein Corporate Design umgesetzt wird, hängt nicht nur von der Güte des Corporate Designs, sondern auch vom Stellenwert ab, den ihm das Management und die Mitarbeiter zubilligen.

Impressum

DIESSEITS Kommunikationsdesign

Norbert Herwig |
Anke von Bremen GbR

Gestaltung

Christian Quinders,
Anke von Bremen

Umsetzung

Christian Quinders

Text

Norbert Herwig